Erstens: Ja, ich bin mir dessen bewusst, dass ich schon lange nichts mehr auf meinem Blog veröffentlicht habe – quasi schon über ein Jahr lang… Ich hoffe, das ändert sich demnächst.

Als ersten Beitrag nach meiner Abwesenheit, wollte ich mal ein wenig zurückgucken und habe meinen vorletzten Beitrag gefunden. Ich habe mir also 2011 was in den Kopf gesetzt?! Jetzt wollte ich mal sehen, was ich davon geschafft habe:

  1. Jeder Tag im Jahr 2011ein Cache: Ja, hab ich geschafft, bin sogar auf 372 Tage in Folge gekommen, vom 31.12.2010 bis zum 6.1.2012!
  2. Einen Powercaching-Tag hab ich nicht explizit eingelegt. Andi aka Aron_Neberg und ich haben zwar mal eine kleine Radrunde auf dem Radwanderweg R1 von Potsdam bis Beelitz-Heilstätten hingelegt, aber da wurden es für mich nur 50 Caches an einem Tag – Andi hat an dem Tag natürlich noch einen Cache gefunden – nur um mich zu ärgern *grummel*
  3. 9 verschiedene Cachetypen: Auf dem Megaevent in Köln hätten es sogar 10 verschiedene werden können, aber leider Weigerte sich die Letterbox und der Webcamcache, also wurden es nur 8.
  4. In jedem Berliner Ortsteil einen Cache finden: jepp, auch das hab ich geschafft. Quasi schon am 1.4. 2011, aber wenn man nach Listingkoordinaten geht, erst letzte Woche… Jetzt kann ich endlich meinen geplanten Challenge-Cache vollenden – aber pssst!

Zudem habe ich mir Ende Oktober was ganz bescheuertes einfallen lassen. Eigentlich sollte am 11.11.11 was besonderes gemacht werden, z.B. um 11:11 einen Cache finden, oder 11 Caches finden oder um 11:11 mit dem ersten Cache anfangen und noch 10 anschließen lassen. Aber nein, ich wollte mit meinen 900 und ein paar zwequetschten unbedingt meinen 1111. Cache finden – zu dem was ich grade geschrieben habe. Also ich wollte am 11.11.11 um 11:11 anfangen 11 Caches zu finden und mit dem letzten meine 1111. voll machen – Mein “Projekt 1111111111111111″ – Und das ganze in zwei Wochen…

Was soll ich sagen, in den zwei Wochen habe ich viel gecacht, nebenbei vierstellig geworden (Andi und Schatzi sind Zeugen), die 50 Caches an einem Tag auch abgeradelt, Andi und ich haben auch in der Zeit an einem Tag alle alten Berliner Bezirke bereist und dann war da noch ne Hunderter-Marke (mit dem ältesten Berliner Geocache). Zudem musste ich auch darauf achten, dass ich jeden Tag einen Cache finde – also musste am 10.11.11 die Nummer 1100 gefunden werden und nicht mehr!

Am 11.11. Bin ich dann mit meinem Schatz auf Schatzjagt gegangen. Unser erster Cache an dem Tag um 11:11 war, wie wir später feststellten, auch ihr dreihundertster. Für die Nummer 11 bekamen wir auch noch Hilfe von Daniel… Also Projekt erfolgreich absolviert!

Und nun?

Das habe ich mir für dieses Jahr ausgedacht:

  1. Ich finde am 29.2. einen Cache (schon erfolgreich absolviert).
  2. Ich versuche nochmal die 10 verschiedene Cachetypen an einem Tag.
  3. Ich möchte mit ein paar Freunden an einem Tag in jedem Bundesland einen Cache finden.
  4. Die Platzierungsmonatsmatrix so weit wie möglich vervollständigen – “so weit wie möglich” weil es die alten Caches nicht in Deutschland oder gar in Europa gibt. Zur Zeit bin ich bei 120 von 144.

Das sollte auch erstmal reichen – wer Interesse beim Mitmachen ha, einfach mal melden…

Seltsame Vorgänge im Baskenland

Vor fast einem Monat hatte ich nicht schlecht gestaunt, als ich vor meiner Wohnungstür einen seltsamen Lederbeutel gefunden hatte. Der Inhalt war noch seltsamer: Ein in einer baskischen Zeitung eingewickelter Kieferknochen einer Ziege oder eines Schafes…

Schnell war klar, dass es sich um den Einstieg eines neuen ARGs handelte. Genau so schnell fanden sich auch andere, die einen gleichen Lederbeutel vor der Tür gefunden haben. Aber was sollte er bedeuten? Eine geheime Nachricht enthielt der Beutel schon: Zwischen den Zeilen der Zeitung fand sich der Code “1.M 4 09 45″, der aber bei den Anderen anders, aber ähnlich war – Letztendlich führten uns die Codes auf die Webseite www.unberuehrbar.de.

Wenige Tage später erhielten andere eine komische Postkarte von einer Bea (wie z.B. von Mitspielerin JessSoul). Sie schrieb aus Etxalar, einem baskischen Dörfchen. Beim Vergleich stellten sich gehäuft immer wieder die gleichen Fehler, die eindeutig ein SOS ergaben. Wir fanden in einem Forum heraus, dass Bea ein Method Research in der Region gemacht hat und mit einem gewissen Paul Andermatt und einem Bernhard Eisenstein gefahren ist. Ihren Professor haben wir auch ausfindig gemacht und eine Webseite zu einem neuerscheinenden Buch “Hexen – Wahn und Wahrheit”, das auch eine Lesung bewarb, die am 10. März im hamburger Völkerkundemuseum stattfand.

Die Lesung verlief ebenfalls sehr komisch. Immer wenn Herr Professor Herrmann von Balthasar (so hieß Beas Prof) sich über die katholische Kirche geäußert hat, räusperte sich ein Herr in den hinteren Bankreihen. Das ging soweit, dass der Herr die Lesung störte und auch kurzerhand aus dem Saal befördert wurde. Eine zweite Störung passierte durch eine Frau, die bei Erwähnung von Angulas zum Prof ging und ihm einen Zettel gab und verschwand. Nach der Übergabe wirkte der Professor unkonzentriert und hat seinen Vortrag ziemlich schnell beendet. Blume und ich versuchten, dieser Frau nachzugehen und sie zu befragen, wir fanden aber nur den Störer und befragten ihn. Nach der Lesung wollten wir auch den Professor zur Rede stellen, da er in den Postkarten auch erwähnt wurde. Aber er stritt ab, sie zu kennen. (Eine Zusammenfassung des Events hat Mitspielerin Zora veröffentlicht)

Wie wir wenig später erfahren hatten, hatte er nach der Lesung einen “Unfall” – offensichtlich durch Manipulation an den Bremsleitungen. Er setzte sich mit uns in Kontakt und informierte uns in einer Skype-Konferenz über das, was er wusste.

Nachdem wir mit ihm gesprochen hatten, konnten wir auch Zugang zu Beas Blog bekommen (User: Bea Sarstedt, Pass: Angulas). In ihr veröffentlicht sie seit dem 9. März vordatierte Blogeinträge. Gerade der erste lässt uns alle schaudern:

Ich schreibe diese Zeilen in der Nacht zum 22. Februar 2011. Es ist die längste und gleichzeitig die letzte Nacht meines Lebens.

In ihren weitern Ausführungen schreibt sie davon, ein 400 Jahre altes, in baskischer Sprache verfasstes Buch vererbt bekommen zu haben. Sie hat einen Dolmetscher beauftragt, es zu übersetzen. Es ist ein Tagebuch von einem Mädchen, das Unberührbar ist, nicht mit anderen “normalen” Christen in Kontakt kommen darf. Sie beginnt eine Liebesbeziehung mit einem “normalen” Jungen und trifft sich mit ihm in einer Höhle. Ein anderes Mädchen bekommt das aber mit und beschuldigt sie der Hexerei. Der Junge wird ebenso aussätzig und ihm wird, nachdem er das falsche Weihwasserbecken benutzt hat, die Hand abgehackt. Er stirbt an den folgen. Dem Mädchen wir offensichtlich der Hexenprozess gemacht und stirbt wahrscheinlich auch.

Eine Seite kann der Übersetzer Mikel nicht übersetzten. Nachdem wir Kontakt zu ihm aufgenommen haben, will er sich mit uns am Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park treffen und uns das Original geben. Doch ein vermeintlicher Mitspieler (er hat sich uns als Markus vorgestellt) zückt im Moment der Übergabe das Messer, nimmt die Seite zu sich und verschwindet mit Mikel als Geisel und einer Scharfschützin mit Laserzielvorrichtung im Hinterhalt in der Dunkelheit. Kurz darauf bekommen wir Geokoordinaten zu einem nahe gelegenen Hafen. Wir finden Mikel auf einer Barkasse. Doch plötzlich taucht der Maulwurf wieder auf und ein anderer Mitspieler geht von Bord um ihn aufzuhalten, so dass wir fliehen können. Mikel war so vorausblickend und hatte davor nicht das Original und überließ uns nun dieses. (Eine Zusammenfassung des Events hat Mitspielerin Blume veröffentlicht)

Nach der Entschlüsselung finden wir eine Wegbeschreibung – vermutlich zu der Höhle.

Am kommenden Wochenende will nun der Professor eine Reise mit einigen von uns ins Baskenland wagen um Bea zu retten – wir sind gespannt und harren der Dinge.

Wer Interesse hat, ins Spiel einzusteigen und mitzurätseln, findet die Rätsel-Community im ARG-Reporter Forum. Einen ARG-Newsletter findet sich auf www.unberuehrbar.de und eine Zusammenfassung der Ereignisse in der ARG-Reporter-Wiki.

Herausforderungen 2011

Inzwischen ist Geocaching für mich eine Art Sucht geworden. Egal wo ich hin gehe, habe ich das Bedürfnis, gleich zu gucken, ob ich dort in der Nähe einen Cache finden kann. Jetzt hab ich mir für dieses Jahr auch einige Flusen in den Kopf gesetzt:

  1. Ich möchte in diesem Jahr jeden Tag mindestens einen Cache finden (Seit dem 31. 12. bin ich schon diszipliniert dabei)
  2. Ich möchte einen Powercaching-Tag ausprobieren: d.h. in 24 Stunden so viele Caches wie möglich finden (wird in Berlin schwer, aber irgendwo in der Pampa mit Fahrrad wird schon gehen)
  3. Ich möchte 9 verschiedene Cachetypen an einem Tag finden (Würde ja gerne mehr machen aber das ist in Berlin zur Zeit das Maximum) [update 28.8.2011: In Köln leider nur 8 von 10 Möglichen geschafft]
  4. Ich möchte in jedem Ortsteil von Berlin mindestens einen Cache finden. (Aktuell: 95 von 95, Stand 1.4.2011) [updated]

Also, wenn ihr Lust habt, mir bei einer Herausforderung beizuwohnen, seid ihr gerne eingeladen – Naja, für Nummer 1 ist es wohl schon zu spät…

Happy caching!

Zum Thema Hinterhofgemeinde

Hier mal ein Zitat vom ehemaligen Vorsitzenden des Gemeindekirchenrats der St. Petri-St. Marien-Gemeinde und dessen Vorgängergemeinde St. Petri-Luisenstadt:

Wir vertrauen auf die versöhnende Kraft unseres gemeinsamen Glaubens und halten fest an unserem immer wieder diffamierten Hinterhof-Kirchsaal und erinnern uns in diesen Tagen voller Freude an die weihnachtliche Heilsbotschaft, die aus einem Stall kam – nicht aus einer Kathedrale.

(Dr. Dietmal Wauer)

Fusionsverträge nutzlos!

Es ist zwar schon ein paar Tage her, aber jetzt kam zumindest das Protokoll der Sitzung des kirchlichen Verwaltungsgerichts zur Klage des Pfarr- und Wahlbezirkes St. Petri gegen den Gemeindekirchenrat der Gemeinde St. Petri-St. Marien ins Haus geflattert. Es ging um die Wiederaufnahme der wöchentlichen Gottesdienste im Kirchsaal von St. Petri und um die Wiedererrichtiung der Pfarr- und Wahlbezirksgrenzen, die beide im Fusionsvertrag sichergestellt waren.

Die Klage wurde abgewiesen.

Aber nicht aus sachlichen Gründen, sondern weil nach rechtlicher Auffassung der Pfarr- und Wahlbezirk nicht klageberechtigt ist.

Folglich gibt es keinen, der nach einer Gemeindefusion die Einhaltung des Fusionsvertrages fordern und im Zweifel einklagen kann. Der nach einer Fusion neu gebildete GKR ist nicht an die Beschlüsse des Fusionsvertrages gebunden!

Was mich noch mehr betrübt ist, dass die Beklagten es mal wieder geschafft haben, einer sachlichen Diskusion aus dem Wege zu gehen, sondern sich hinter Formalia und Paragraphen zu verstecken. Wie kann man nur die Wünsche, Ängste und Sehnsüchte der über 80 Kläger ignorieren???

PS:
ChristianBerlin berichtet über die Verhandlung in seinem Blog. Der Artikel und auch die Kommentare sind sehr Lesenswert!
Ein Zitat von ChristianBerlin in den Kommentaren:

Man sieht Leuchttürme von weitem besser, wenn ringsum alles platt gemacht wird.